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Tesla (Text Engineering Software Laboratory) ist ein virtuelles Labor, das eine grundlegende Infrastruktur für die Verarbeitung beliebiger textueller Daten bereitstellt. Tesla unterstützt dabei einerseits die Entwicklung neuer Werkzeuge (Komponenten) für die Prozessierung von Texten, wie auch andererseits die Komposition vorhandener Komponenten für die Durchführung komplexer Analysen auf textuellen Daten.
Tesla ist eine Umsetzung von weiterentwickelten Konzepten aus SEMALD (System zur Evaluierung multipler Algorithmen auf linguistischen Daten), welches im Rahmen des von der Fritz Thyssen Stiftung geförderten Projektes SemGen entstand.
Experimente in einem computerlinguistischen Labor
In naturwissenschaftlichen und technischen Laboratorien werden Experimente durchgeführt. Ein Experiment ist eine spezielle Versuchsanordnung, der Untersuchungsobjekte ausgesetzt werden, entweder um die kausale Beziehungen aufzudecken (in naturwissenschaftlichen Experimenten) oder um bestimmte Ergebnisse zu erzielen (in technischen Experimenten). Tesla funktioniert analog: Die Untersuchungsobjekte sind sprachlicher Art, die Versuchsanordnung besteht aus in Reihe geschalteten oder parallelisierten Komponenten, die sprachliche Signale verarbeiten oder anreichern. Die Ergebnisse der Experimente werden in einer Datenbank mit definierten Ein- und Ausgabeschnittstellen protokolliert.
Die Projekt-Webseite ist unter der URL http://tesla.spinfo.uni-koeln.de erreichbar.
Jürgen Hermes, Stephan Schwiebert - Sprachliche Informationsverarbeitung - Institut für Linguistik - Universität zu Köln
